Der Anlagenbauer ALD Vacuum Technologies will seinen Standort im Hanauer Stadtteil Wolfgang weiter ausbauen. Auf dem Firmengelände entsteht ein neues Gebäude, das die vierte Baumaßnahme vor Ort und die dritte Erweiterung insgesamt darstellt. Das Projekt soll zusätzliche Kapazitäten für Wachstum, Innovationen und internationale Projekte schaffen. Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2027 geplant.
Gründe für den Ausbau
ALD begründet die Entscheidung mit einer anhaltend stabilen Nachfrage nach hochspezialisierten Anlagen. Zum Kundenkreis gehören unter anderem die Luftfahrtindustrie sowie Unternehmen aus den Bereichen Energiewende und kritische Materialien. Das Unternehmen entwickelt und produziert kundenspezifische Anlagen, die etwa für die Herstellung von Hochleistungslegierungen oder die Beschichtung von Turbinenbauteilen zum Einsatz kommen.
Geschäftsführer Michael Hohmann bezeichnete die Erweiterung als klares Signal für den Standort Hanau. Das neue Gebäude werde weiteres Wachstum ermöglichen, zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und Raum bieten, um technologische Entwicklungen am Standort weiter auszubauen.
Bauherr, Generalunternehmer und Zeitplan
Als Investor und Vermieter fungiert die Dietz AG. Markus Engelmann von Dietz verwies auf die Bedeutung der Investition für Hanau und betonte, dass die dritte Erweiterung die positive Entwicklung seit 2016 bestätige und die Standortattraktivität für innovative Unternehmen unterstreiche. Als Generalunternehmer ist erneut die Firma Goldbeck, Niederlassung Key Account Rhein Main, beauftragt. Goldbeck hatte bereits die drei vorherigen Gebäude errichtet.
Die Parteien planen die Fertigstellung des Neubaus im zweiten Quartal 2027. Mit dem Ausbau reagiert ALD auf globale Megatrends wie Energieeffizienz, Materialinnovationen und nachhaltige Produktion, von denen das Unternehmen nach eigenen Angaben profitiert.
Bedeutung für die Region und Erwartungen an die Politik
Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky wertet die Erweiterung als ein Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort. Er sieht in der Investition ein Signal für die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen sowie für die Stärkung der industriellen Kompetenz vor Ort. Kaminsky betonte zugleich, dass Standortentscheidungen wie diese verlässliche Rahmenbedingungen verlangten. Nötig seien unter anderem wettbewerbsfähige Energiepreise, beschleunigte Verfahren und eine Politik, die industrielle Wertschöpfung nicht nur fordere, sondern auch ermögliche.
Das Projekt zeigt, wie sich ein mittelständischer Anlagenbauer auf veränderte Nachfragebedingungen einstellt und welche Rolle lokale Kooperationen zwischen Unternehmen, Investoren und Kommune für die weitere industrielle Entwicklung spielen können.
Quelle anzeigen

