Die Stadt Hanau und lokale Partner haben eine regionale OloV Strategie bis Ende 2029 beschlossen. Ziel ist es, den Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf zu verbessern und die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Arbeitsverwaltung, Jugendhilfe und Unternehmen zu intensivieren. Als zentrales Element soll im September eine Jugendberufsagentur in Hanau ihre Arbeit aufnehmen.
Ziele und Inhalt der Strategie
Die regionale OloV Strategie baut auf dem hessenweiten Programm zur Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang von Schule in Beruf auf und legt die Handlungsfelder für Hanau fest. Gefördert wird die Initiative von der Europäischen Union sowie aus Mitteln mehrerer Hessischer Ministerien. Die Strategie zielt darauf ab, den nahtlosen Übergang in die duale Ausbildung zu stärken, Angebote transparenter zu machen und kostspielige Doppelstrukturen zu vermeiden. Besonders berücksichtigt werden Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen und individuellem Förderbedarf.
Neuordnung der Steuerungsgruppe und Zeitplan
Die OloV Arbeit in Hanau besteht bereits seit 2008. Bis April 2026 hatten Hanau und der Main Kinzig Kreis eine gemeinsame Steuerungsgruppe. Auf veränderte strategische Ausrichtungen reagierten die Beteiligten mit einer Neuaufstellung: Im Juni verabschiedete die neu formierte Steuerungsgruppe die regionale Strategie für Hanau. Damit ist ein Fahrplan für die weitere Zusammenarbeit vorgegeben und ein Treffen mit der Steuerungsgruppe des Main Kinzig Kreises ist bereits vereinbart, um Schnittstellen künftig zu koordinieren.
Jugendberufsagentur als zentraler Baustein
Die geplante Jugendberufsagentur soll Kompetenzen des Jobcenters, der Agentur für Arbeit und des Amtes für Soziale Prävention bündeln und eng mit dem OloV Netzwerk zusammenarbeiten. Nach Angaben der Beteiligten wird die Agentur im September ihren Betrieb aufnehmen. Die Stadtführung betont, dass die neue Struktur dazu beitragen soll, individuelle Bedarfe stärker in den Blick zu nehmen, damit möglichst keine jungen Menschen beim Übergang verloren gehen.
Akteurinnen und Akteure sowie Koordination
Zur Steuerungsgruppe gehören Vertreterinnen und Vertreter der Agentur für Arbeit Hanau, des Staatlichen Schulamts für Main Kinzig Kreis und Hanau, der Stadt Hanau, der Industrie und Handelskammer für die Region Hanau Gelnhausen Schlüchtern, der Kreishandwerkerschaft Hanau, des Jobcenters Hanau, verschiedener Träger der Jugendberufshilfe und des Deutschen Gewerkschaftsbundes Südosthessen. Die Regionalkoordination übernimmt Oliver Doll von der Koordinierungsstelle Jugendberufshilfe im Amt für Soziale Prävention. Doll betont, dass erfolgreiche Übergänge dort entstehen, wo alle Beteiligten konstruktiv zusammenarbeiten.
Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri stellte heraus, dass es darauf ankomme, jungen Menschen echte Perspektiven zu eröffnen und dass die verabschiedete Strategie zeige, dass alle Partner Verantwortung übernehmen. Heike Hengster von der Agentur für Arbeit verwies auf die Bedeutung kompetenter Beratung in der Berufsorientierung. Für das Jobcenter Hanau sagte Tobias Gromes, die Bündelung der Kräfte ermögliche ein strukturiertes und partnerschaftliches Vorgehen mit Fokus auf individuelle Bedarfe.
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