Dienstag, 09.06.2026

Eichenprozessionsspinner breitet sich im Rhein-Main-Gebiet aus: Gesundheitsrisiken und Bekämpfungsfragen

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Der Eichenprozessionsspinner tritt seit einigen Jahren verstärkt im Rhein-Main-Gebiet auf. Erste Funde auf städtischen Eichen in Hofheim liegen rund 20 Jahre zurück. Seither werden die Raupen wiederholt von Fachkräften entfernt und bekämpft.

Verbreitung und Bekämpfung

Die Larven des Eichenprozessionsspinners gehören zu einer kleinen Nachtschmetterlingsart. Sie bewegen sich in auffälligen Kolonnen zu ihren Fraßplätzen, weshalb sie ihren Namen tragen. In städtischen Bereichen sind die Nester an Eichenbäumen besonders problematisch, weil dort Menschen, Kinder und Haustiere in engem Kontakt mit den Bäumen kommen.

Kommunen veranlassen in der Regel die Entfernung und Bekämpfung auf öffentlichen Flächen etwa auf Spielplätzen. Auf privaten Grundstücken wenden sich Betroffene an spezialisierte Schädlingsbekämpfungsfirmen oder an Fachverbände des Garten und Landschaftsbaus. Mittlerweile bieten verschiedene Unternehmen entsprechende Dienstleistungen an. Eine Entfernung durch Laien ist nicht empfehlenswert, weil dabei gesundheitliche Risiken entstehen können.

Gesundheitsrisiken

Gefährlich sind die Brennhaare der Raupen. Diese Haare können leicht abbrechen und vom Wind über größere Entfernungen verbreitet werden. Hautkontakt führt häufig zu Rötungen, Schwellungen und starkem Juckreiz. Beim Einatmen der feinen Haare können die Schleimhäute von Mund und Nase gereizt werden. In schwereren Fällen sind Husten und asthmatische Beschwerden möglich.

Empfehlungen für Anwohner

Wer mögliche Befallsstellen bemerkt, sollte Abstand halten und Kinder sowie Haustiere fernhalten. Auf öffentlichen Flächen obliegt die Entscheidung zur Bekämpfung den zuständigen Stellen der Stadt. Privatpersonen sollten professionelle Beratung in Anspruch nehmen und keinesfalls selbst Nester entfernen. Fachfirmen verfügen über die notwendige Schutzausrüstung und Methoden, um die Raupen sicher zu beseitigen.

Die Auseinandersetzung mit dem Schädlingsbefall bleibt eine kommunale und fachliche Aufgabe, bei der Vorsicht und fachgerechtes Vorgehen im Vordergrund stehen.

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