Donnerstag, 13.08.2026

Klinikum Hanau erhält 1.576.452 Euro für Ausbau der IT-Sicherheit

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Das Klinikum Hanau hat eine Förderung in Höhe von 1.576.452 Euro erhalten, um seine digitale Infrastruktur gegen Cyberangriffe und technische Ausfälle zu stärken. Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz übergab den Förderbescheid. Die Mittel stammen aus einem Strukturfonds und werden jeweils zur Hälfte vom Land Hessen und vom Bund getragen.

Förderung und geplante Maßnahmen

Mit dem Geld will das Klinikum seine Schutzmaßnahmen gezielt ausbauen. Geplant sind unter anderem ein neues Rechenzentrum mit zwei räumlich getrennten Serverstandorten, eine stärkere Segmentierung der Netzwerke und moderne Systeme zur frühzeitigen Erkennung von Sicherheitsvorfällen. Ziel ist es, die digitale Infrastruktur robuster zu machen und Betriebsunterbrechungen zu minimieren.

Die Arbeiten zielen darauf ab, Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit der IT-Systeme zu verbessern. Besonders für vernetzte Medizintechnik hat dies praktische Bedeutung, weil deren störungsfreier Betrieb unmittelbar mit der Patientenversorgung verknüpft ist.

Warum IT-Sicherheit für Krankenhäuser relevant ist

Im modernen Krankenhaus steuern digitale Systeme viele Abläufe von Aufnahme und Diagnostik bis zu Dokumentation und Therapie. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Cyberangriffe auf Gesundheitseinrichtungen zu. Regulatorische Vorgaben wie KRITIS und NIS2 verschärfen die Anforderungen an Datenschutz und Informationssicherheit.

Stefan Gröger, Geschäftsführer des Klinikums Hanau, betont, dass ein zeitgemäßes Krankenhaus ohne leistungsfähige digitale Systeme nicht mehr denkbar sei und dass damit die Verantwortung wachse, diese Systeme zuverlässig zu schützen. Er macht deutlich, dass IT-Sicherheit für das Haus vor allem Patientensicherheit bedeute.

Kontext: Investitionen in schwierigen Zeiten

Die Förderung kommt in eine Phase, in der Krankenhäuser bundesweit unter großem Druck stehen. Gesetzliche Reformen, eine stärkere Verlagerung in den ambulanten Bereich, Fachkräftemangel und wirtschaftliche Engpässe stellen Kliniken vor komplexe Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund schaffen gezielte Fördermittel Handlungsspielräume für Modernisierungen, die sonst möglicherweise aus wirtschaftlichen Gründen verschoben würden.

Gröger weist darauf hin, dass notwendige Zukunftsinvestitionen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht aufgeschoben werden dürften. Für das Klinikum Hanau bedeutet die Förderung, zentrale Digitalisierungsprojekte voranzutreiben und die Leistungsfähigkeit für die Region langfristig zu sichern.

Die Investition soll zudem die Grundlage schaffen, neue digitale Anwendungen künftig sicher in die Versorgung zu integrieren und damit die medizinische Infrastruktur an veränderte Anforderungen anzupassen.

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