Mittwoch, 27.05.2026

Hauptfriedhof Hanau bewässert künftig mit eigenem Grundwasser

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Der Hauptfriedhof in Hanau wird nicht mehr für die Bewässerung auf städtisches Trinkwasser angewiesen sein. Eine neue Brunnenanlage versorgt die vorhandenen Schöpfbrunnen mit Grundwasser, die bisher aus dem Leitungsnetz gespeist wurden. Die Umstellung soll den Verbrauch von aufbereitetem Trinkwasser reduzieren und die Versorgung vor Ort unabhängiger machen.

Technische Umsetzung

Für die neue Versorgung wurden in einem etwa zweijährigen Zeitraum die notwendigen technischen Voraussetzungen geschaffen. Dazu zählten eine Brunnenbohrung, der Bau neuer Schächte und die Anbindung der bestehenden Brunnen an ein neues Leitungssystem. Mit diesen Maßnahmen sind die Schöpfbrunnen auf dem Gelände nun autark und nicht mehr an das städtische Leitungswassernetz angeschlossen.

Ziele und erwartete Folgen

Die Stadtverwaltung nennt Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit als zentrale Motive für die Maßnahme. Stadträtin Isabelle Hemsley betonte, dass die neue Lösung eine nachhaltige Infrastruktur schaffe und es sinnvoll sei, für Gießwasser wenn möglich Grundwasser statt aufbereitetes Trinkwasser zu nutzen. Mit der Eigenversorgung soll zugleich die Unabhängigkeit der Friedhöfe gestärkt werden.

Ausblick und städtischer Bestand

Hanau plant, das Modell auf weitere Friedhöfe zu übertragen. Als nächster Standort ist der Friedhof in Großauheim vorgesehen, der ebenfalls eine eigene Brunnenwasserversorgung erhalten soll. Die Stadt betreibt insgesamt zwölf Friedhöfe auf einer Fläche von rund 38 Hektar. Drei dieser Anlagen sind jüdische Friedhöfe, wobei der jüdische Friedhof in der Hanauer Innenstadt nicht mehr für Bestattungen genutzt wird. Zudem existieren ehemalige Friedhöfe, die inzwischen als Parkanlagen dienen.

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