Der rund 50 bis 60 Jahre alte Steinway Flügel der Karl Rehbein Schule in Hanau wird umfassend restauriert. Das Instrument befindet sich derzeit bei einem spezialisierten Flügelbauer. Die Instandsetzung soll den Flügel erhalten und wieder spielbereit machen. Die Stadt Hanau beteiligt sich an den Kosten.
Finanzierung der Restaurierung
Die Gesamtkosten für die Restaurierung werden mit rund 31 000 Euro angegeben. Die Stadt Hanau übernimmt als Schulträger einen Anteil von 6 000 Euro. Weitere Mittel kommen vom Land Hessen mit 3 000 Euro und vom Förderverein Verein der Freunde der Karl Rehbein Schule mit 11 000 Euro. Außerdem sind zusätzliche Spenden sowie Einnahmen aus einem geplanten Benefizkonzert vorgesehen, um die verbleibenden Kosten zu decken.
Eine Neuanschaffung eines vergleichbaren Instruments würde nach Angaben der Beteiligten etwa 80 000 Euro kosten. Nach Abschluss der Restaurierung wird der Wert des Flügels auf etwa 65 000 bis 70 000 Euro geschätzt.
Ablauf der Arbeiten und Bedeutung für die Schule
Die Instandsetzung wird voraussichtlich ein halbes bis dreiviertel Jahr dauern. Für die Rückkehr des Flügels zur Schule ist eine feierliche Einweihung geplant. Schulleiter Stephan Rollmann würdigte das Engagement aller Beteiligten und betonte, dass das Instrument seinerzeit angeschafft wurde, um den musikalischen Bereich der Schule zu fördern und dies bis heute erfüllt.
Bürgermeister und Schuldezernent Maximilian Bieri verwies auf die kulturelle Bedeutung der Karl Rehbein Schule und bezeichnete den Flügel als zentrales Element musikalischer Bildung und als Inspiration für junge Talente. Er erklärte, dass die Stadt daher einen Beitrag leisten wolle, damit das Instrument auch künftig Schülerinnen und Schüler begleite.
Hintergrund zu Steinway und handwerklicher Qualität
Steinway und Sons wurde 1853 von Heinrich Engelhard Steinweg und seinen Söhnen in New York City gegründet. Die Marke steht seit dem 19. Jahrhundert für aufwendig gefertigte Konzertinstrumente. Ein Steinway Flügel besteht aus mehr als 12 000 Einzelteilen. Die Hölzer werden durchschnittlich zwei Jahre getrocknet, und die Herstellung bis zum Verlassen der Manufaktur kann ein weiteres Jahr in Anspruch nehmen. Diese handwerkliche Tradition begründet den hohen Anspruch an Klang und Verarbeitung.
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