Freitag, 29.08.2025

18.000 Fälle von sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen in 2024: Bundesinnenminister Dobrindt fordert dringendes Handeln

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Im Jahr 2024 wurden in Deutschland alarmierende 18.000 Fälle von sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen registriert, wobei Experten davon ausgehen, dass die tatsächliche Dunkelziffer noch höher liegt. Diese schockierende Statistik verdeutlicht die Dringlichkeit von effektiven Gegenmaßnahmen, die Bundesinnenminister Dobrindt vehement fordert.

Die erhobenen Daten zeigen, dass insgesamt 16.375 Kinder und 1.191 Jugendliche Opfer von sexuellen Übergriffen wurden. Besonders besorgniserregend ist, dass etwa 95% der Verdächtigen männlich waren, wobei fast ein Drittel davon unter 18 Jahre alt ist. Die zunehmende Verlagerung von Sexualdelikten ins Internet, wie beispielsweise durch Cybergrooming und Livestreaming von Missbrauchshandlungen, stellt eine ernsthafte Herausforderung dar.

Angesichts dieser alarmierenden Entwicklung plant Bundesinnenminister Dobrindt die Einführung einer Speicherpflicht für IP-Adressen, um die Identifizierung der Täter zu erleichtern. BKA-Präsident Münch warnt jedoch, dass die aktuellen Zahlen keineswegs Entwarnung geben, da das Dunkelfeld der Straftaten nach wie vor ein gravierendes Problem darstellt.

Die hohe Prävalenz von sexualisierter Gewalt an Minderjährigen sowie die verstärkte Online-Kriminalität erfordern dringende und entschlossene Maßnahmen. Eine intensivierte Aufklärungsarbeit sowie gezielte Präventionsmaßnahmen sind unerlässlich, um das Dunkelfeld der Straftaten zu reduzieren und Kindern sowie Jugendlichen eine sicherere Zukunft zu gewährleisten.

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