Mittwoch, 15.04.2026

Historischer Trinkbrunnen in Hanau wieder aufgestellt: Stadt bittet um Hinweise zur Herkunft

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Ein historischer Trinkbrunnen aus den 1950er-Jahren ist in Hanau nach einer Sicherung wieder aufgestellt worden. Das Objekt wurde Ende März bei der Erweiterung der Brüder-Grimm-Schule geborgen und an der Ecke zur Brüder-Grimm-Straße neu positioniert. Unklar ist bislang, wer das Kunstwerk geschaffen hat.

Fund und Neuaufstellung

Bei den Feierlichkeiten zur Erweiterung der Brüder-Grimm-Schule in der Innenstadt konnte die Stadt einen Brunnen aus der nachkriegszeit retten. Das steinerne Ensemble wurde an seinem neuen Standort an der Ecke zur Brüder-Grimm-Straße angebracht. Martin Hoppe, Fachbereichsleiter Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen, führt die Sicherung des Werks auf die Initiativen der Hanauer Museen zurück.

Motiv und Datierung

Der Brunnen stammt laut Hoppe aus den 1950er-Jahren und zeigt eine übergeordnete Fischfigur mit zwei Jungtieren. Dieses Motiv könnte eine Anspielung auf das Grimmsche Märchen Die Goldkinder sein. Am Werk wurden weder Unterlagen aus der Entstehungszeit noch sichtbare Signaturen gefunden, sodass sich Herkunft und genaue Datierung nur auf stilistische Hinweise stützen lassen.

Mögliche Urheberschaft und Aufruf an Zeitzeugen

Als mögliche Urheberschaft wird der Hanauer Bildhauer und Steinmetz Dan Hauenstein genannt. Hauenstein wird in Verbindung gebracht mit weiteren Arbeiten in der Stadt, darunter dem Fries im Eingangsbereich der Schule und den Pelikanen am St. Vinzenz-Krankenhaus, die in der Reihe Objekt der Woche dokumentiert sind. Eine abschließende Klärung, ob er auch den Brunnen geschaffen hat, steht noch aus.

Die Stadt bittet Personen, die Hinweise zur Entstehung des Brunnens oder zu dessen Künstler geben können, sich zu melden. Besonders gesucht werden frühere Schülerinnen und Schüler der früheren Bezirksschule III. Informationen nimmt der Fachbereich Kultur per E-Mail an kultur@hanau.de entgegen. Martin Hoppe sagte: „Die Stadt freut sich über jede Erinnerung, die zur Aufklärung dieses kleinen kulturhistorischen Rätsels beitragen kann.“

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