In Deutschland verzeichnet die Gesamtzahl der Stiftungen aktuell ein Rekordhoch. Trotz dieses Erfolgs stehen besonders kleinere Stiftungen vor finanziellen Herausforderungen. Viele dieser Organisationen sind inaktiv und generieren lediglich Gebühren für Finanzdienstleister, anstatt soziale oder gemeinnützige Projekte zu fördern.
Es ist zu beobachten, dass Stiftungen mit einem Startkapital von weniger als einer Million Euro häufig gegründet werden. Diese unterliegen strengen Regeln des Kapitalerhalts und müssen konservativ verwaltet werden, was ihre Handlungsfreiheit einschränkt.
Insgesamt beläuft sich das Stiftungsvermögen in Deutschland auf mindestens 110 Milliarden Euro, ein eindrucksvoller Betrag, der die Bedeutung dieses Sektors unterstreicht.
Die jüngsten Gesetzesänderungen im Stiftungsrecht, die ab 2023 in Kraft treten werden, sollen mehr Flexibilität und Transparenz für Stiftungen schaffen. Dennoch bleibt die Frage nach der finanziellen Stabilität von kleinen Stiftungen bestehen. Während Geld als Anlageform für Stiftungsgründungen kritisch betrachtet wird, wird empfohlen, langfristig rentable Vermögensgegenstände zu wählen.
Insgesamt stehen kleine Stiftungen vor der Herausforderung, sich langfristig finanziell zu halten. Das neue Stiftungsrecht bietet zwar einige Verbesserungen, wie Flexibilität und Transparenz, jedoch sind Stiftungen weiterhin nicht verpflichtet, detaillierte Finanzinformationen offenzulegen.