Montag, 30.03.2026

Baugenehmigung für Nassauer Hof erteilt: Umbau eines teils denkmalgeschützten Hotelkomplexes geplant

Empfohlen

redaktion
redaktionhttps://rhein-main-reporter.de
Die Reporter für unsere Region

Die Stadt Wiesbaden hat die Baugenehmigung für die umfassende Sanierung und Umstrukturierung des Hotels Nassauer Hof übergeben. Am Freitag, 27. März, überreichten Baudezernent Andreas Kowol und Bauaufsichtsleiterin Sandra Matzenauer die Genehmigung an Dirk Iserlohe, Geschäftsführer der Eigentümerin und Aufsichtsratsvorsitzender der künftigen Betreiberin. Der zum Teil als Kulturdenkmal geschützte Komplex soll grundsaniert, an Teilen abgerissen und neu errichtet werden.

Genehmigung und städtebaulicher Rahmen

Nach Angaben der Stadt schafft die erteilte Baugenehmigung die Voraussetzung für eine respektvolle und zukunftsfähige Revitalisierung eines Gebäudebestandteils im historisch bedeutsamen städtebaulichen Fünfeck der Innenstadt. Baudezernent Andreas Kowol hob hervor, dass das Vorhaben einen prägenden Baustein in diesem Bereich betrifft und damit städtebaulich relevant sei.

Die Übergabe erfolgte formal an Dirk Iserlohe. Iserlohe erklärte, man sei froh und stolz, diesen Schritt erreicht zu haben, und dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und ihr Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit der Bedeutung des Hauses für Wiesbaden.

Geplante Arbeiten am Gebäude

Das Projekt sieht eine Neuordnung und Modernisierung des Hotelbereichs im Haupthaus an der Wilhelmstraße sowie am Platz gegenüber dem Kurhaus vor. Auch der Nordflügel in der Webergasse ist Teil der Maßnahmen. Dort ist vorgesehen, zwei zusätzliche Geschosse aufzusetzen. Die historische Fassade an der Wilhelmstraße und am Platz gegenüber dem Kurhaus soll saniert und in Teilen umgestaltet werden.

Auf dem sechsten Obergeschoss ist nach historischem Vorbild die Aufsetzung einer Glaskuppel geplant. Insgesamt umfasst das Bauvorhaben Grundsanierung, Umstrukturierung sowie zum Teil Abriss und Neubau von Gebäudeteilen, wie es in der Mitteilung heißt.

Abstimmung mit Denkmalpflege und Behörden

Sandra Matzenauer verwies auf die enge Zusammenarbeit zwischen der Bauaufsicht, der unteren Denkmalschutzbehörde, der Bauherrschaft und dem beteiligten Architekten. Diese Kooperation habe zielführende Lösungen für das als herausfordernd beschriebene und komplexe Bauvorhaben ermöglicht.

Die Stadt betont, dass durch die Maßnahmen an markanter Stelle gegenüber dem Kurhaus ein architekturhistorisch und städtebaulich prägendes Aushängeschild erhalten bleiben solle.

Quelle anzeigen

Weiterlesen

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Aktuelles